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Derbydreier in doppelter Unterzahl gegen den Lüner SV

 "Kaiserlicher" Doppelpack beschert A-Junioren einen 2:0-Heimerfolg

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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„Derbysieger“, skandierten die A-Junioren des TuS Westfalia Wethmar am Sonntagmittag erschöpft, aber glücklich auf dem Kunstrasen am Cappenberger See. Zuvor hatten die Grün-Weißen ganz sicher nicht ihre beste Saisonleistung gezeigt, in Durchgang zwei zumindest aber kämpferisch alles gegeben und so gegen Ende letztlich auch in doppelter Unterzahl den 2:0 (0:0)-Vorsprung gegen den Lüner SV im Bezirksliga-Duell über die Zeit gebracht.

„In der ersten Hälfte haben wir kaum etwas richtig gemacht. Nach der Pause stimmte zumindest die Einstellung. Jeder hat sich voll reingehauen, deshalb geht der Sieg letztlich in Ordnung“, sagte Trainer Niklas Rath.

Nach einer ansprechenden Leistung unter der Woche im Kreispokal, als Wethmar durch einen 3:1-Erfolg gegen Ligarivale Holzwickeder SC das Halbfinalticket buchen konnte, gelang es den Gastgebern zunächst nicht an diese Leistung anzuknüpfen. Insgesamt agierte die Westfalia viel zu hektisch und unkontrolliert, erlaubte sich dadurch schon im Aufbau viele Ballverluste und kam kaum einmal in den torgefährlichen Bereich.

Weil das auch für die abstiegsgefährdeten Gäste galt, entwickelte sich eine spielerisch eher niveauarme Partie. In beiden Strafräumen wurde es kaum einmal gefährlich. „Wir haben kaum etwas von dem umgesetzt, was wir im Vorfeld besprochen hatten. Das war sicherlich die schwächste erste Halbzeit, die wir in dieser Saison bislang gespielt haben“, sprach Rath Klartext.

Als der Coach bei seinem Team in der Pause einige taktische Korrekturen vornahm, war dieses bereits in numerischer Unterzahl. Denn in Minute 38 hatte Mittelfeldmann Steven Potthoff nach einer Rangelei im gegnerischen Strafraum die rote Karte gesehen. „Dadurch wurde das Spiel für uns letztlich extrem kraftraubend, weil wir in Unterzahl deutlich mehr laufen mussten, aber vielleicht war das auch der erforderliche Hallo-Wach-Effekt. Denn in Durchgang zwei waren wir zumindest kämpferisch endlich voll auf der Höhe“, sagte Rath.

So war vom personellen Ungleichgewicht zunächst wenig zu sehen, Wethmar gestaltete das Spielgeschehen weiterhin offen. Verdienter Lohn war die 1:0-Führung, als nach einem abgefälschten Ball Arne „Kaiser“ Wilberg (Foto) plötzlich völlig frei vor dem LSV-Gehäuse auftauchte und überlegt vollendete (54.).

Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Lüner zwar ein optisches Übergewicht, Kapital konnten sie aus ihrem Mehr an Ballbesitz jedoch nicht schlagen. Ganz im Gegenteil. Wethmar blieb nach Balleroberungen über Konter das gefährlichere Team.

Nachdem Robin Böllhoff und Arne Neuhäuser bereits zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatten, war es in der 78. Minute erneut der „Kaiser“, der nach einer Balleroberung zehn Meter vor dem Tor an das Spielgerät kam und unhaltbar zum 2:0 abschloss.

In der Folge versuchte der LSV zwar noch einmal alles und kam auch zu einigen guten Möglichkeiten. Aber Keeper Tim Mlinski hatte einen guten Tag erwischt. Als der Schlussmann einmal bereits geschlagen war, kratzte Kapitän Lennart Schumann einen Ball noch von der Linie.

Dass der LSV in der Schlussphase noch einmal mächtig Druck machte, lag auch daran, dass in der 88. Minute nach einem Allerweltsfoul auch noch Jonas Allefeld Rot gesehen hatte und Wethmar nun zu neunt verteidigen musste.

„Aber auch diesen Phase haben wir unbeschadet überstanden, deshalb war die Freude nach dem Abpfiff natürlich umso größter“, sagte Rath, der nach dem Derbysieg-Jubel seinen Blick aber auch schnell wieder nach vorne richtete: „Mit Jonas und Potti fehlen uns jetzt natürlich zwei Jungs gegen die Hammer SpVg. Das ist extrem ärgerlich.“

Gegen den Westfalenligisten treten die Grün-Weißen am Mittwoch ab 19.15 Uhr auf eigenem Platz im Halbfinale des Kreispokals an. „Der Gegner spielt zwei Ligen höher. Deshalb haben wir eigentlich keine Chance. Aber genau die wollen wir nutzen. Unser Team hat gar nichts zu verlieren. Wir werden alles versuchen. Vielleicht ist dann ja eine Sensation möglich“, sagte Rath abschließend.

Wethmar: Mlinski; Grabowski (89. Schlierenkamp), Adam, Schumann, Weiß, Jansen, Neuhäuser (89. Ast), Potthoff, Wilberg, Allefeld, Böllhoff (79. Hunschede).

Tore: 1:0 Wilberg (54.), 2:0 Wilberg (78.).

Rot: Potthoff (38.), Allefeld (88.).

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