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Der Ball rollt digital #141 - TuS-Mannschafts-Tagebuch

Der TuS Westfalia Wethmar und die B-Junioren zeigen Rassismus die rote Karte

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Die B-Junioren des TuS Westfalia zeigen Rassismus die rote Karte.

Viele Profi-Mannschaften haben es am vergangenen Wochenende vorgemacht, am gestrigen Dienstag zogen die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar nach und setzten ebenfalls ein Zeichen gegen Rassismus, indem sie vor dem Training aufs Knie gingen.

„Wir haben mit der Aktion ein klares Signal gegen Rassismus gesetzt und allen Leuten klargemacht, dass unser Verein solchen Menschen, die gegen die Hautfarbe, das Herkunftsland oder das Aussehen eines anderen Menschen sind, keine Chance in Wethmar gibt und diese hier auch nicht gebraucht, gewollt oder unterstützt werden“, gibt der neue B-Jugend-Kapitän Oskar Koert klar die Richtung vor. Und auch Vize-Kapitän Mika Hensler bringt für Rassismus kein Verständnis mit: „Nach den vergangenen Geschehnissen in den USA, die auf der ganzen Welt das Handeln gegen Rassismus bestärkt haben, fühlen wir uns als Mannschaft und als Verein in der Verantwortung, unsere Einstellung zu diesem Thema klar zu zeigen. Es ist für jeden von uns unbegreiflich, wie noch immer Menschen benachteiligt, ausgegrenzt oder körperlich und verbal angegangen werden, trotz einer sonst so fortgeschrittenen Gesellschaft.“

Vize-Kapitän Ben Kautz steuert ebenfalls in diese Richtung: „Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen setzen und unsere Meinung zum Thema Rassismus äußern. Der hat keinen Platz in der Gesellschaft!“ Das Thema Rassismus ist in der Gesellschaft leider immer noch allgegenwärtig. Richtig aufgewühlt wurde es durch den Tod des dunkelhäutigen George Floyd, der in den USA in Folge von Polizeigewalt ums Leben gekommen ist. Aber nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland ist Rassismus noch ein großes Thema, wie auch die Demonstrationen gegen ebendiesen in vielen deutschen Städten mit mehreren Tausend Menschen am vergangenen Wochenende zeigten.

„Es ist eigentlich eine Schande, dass es im Jahr 2020 immer noch Leute gibt, die denken, dass es Unterschiede zwischen Menschen gibt und dass diese Unterschiede so groß sind, dass man anfängt andere Menschen zu hassen, auszugrenzen oder runterzumachen“, sagt Koert, während Kautz ergänzt: „Rassistisch zu denken ist ziemlich feige, doch nichts dagegen zu tun, ist es noch viel mehr!“

Auch der Fußball hat beim Thema Rassismus eine Vorbildfunktion, spielen doch viele Menschen mit unterschiedlicher Hautfarbe, Nationalität, Glaubensrichtungen oder auch sexueller Orientierung in einer Mannschaft. Dies ist auch beim TuS Westfalia Wethmar der Fall. „Diskriminierung anders aussehender Menschen ist nicht akzeptabel und findet keinen Platz in Wethmar und sollte auch an keinem anderen Ort irgendeinen Platz finden. Jeder Mensch ist in der Verantwortung, solch menschenfeindliches Handeln zu verurteilen und sich dagegen auszusprechen“, zeigt Hensler eine klare Kante, der Koert nur zustimmen kann: „Wir als Spieler der B1 unseres TWW setzen uns unter anderem mit dieser Geste dafür ein, dass es Rassismus oder anderer grenzwertige Äußerungen in Wethmar nicht geben wird und wir im Fall der Fälle geschlossen dagegen vorgehen werden!“

Und auch Trainer Daniel Nowak, der zudem auch stellvertretender Jugendleiter ist, sagt: „Rassismus hat in unserem Verein keinen Platz. Bei uns sind alle Menschen, ungeachtet ihrer Nationalität, Hautfarbe oder Glaubensrichtung, herzlich willkommen!“ Am Dienstag machte der 1. FSV Mainz zudem das Kündigungsschreiben eines Mitglieds öffentlich, das sich unter anderem über die Hautfarbe der Spieler beschwerte, die in den letzten Spielen in der Startelf standen. „Mainz 05 hat meinen allergrößten Respekt für dieses Vorgehen und zeigt eine klare Haltung gegen Rassismus!“, sagt Nowak abschließend. „Nein zu Rassismus!“ Das ist auch die klare Aussage, die die B-Junioren und alle anderen Aktiven des TuS Westfalia Wethmar vertreten.

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