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Der Ball rollt digital #100 - TuS-Momente

Alex Lüggert und Rolf Nehling starteten vor neun Jahren ins "Projekt Bezirksliga"

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Vor genau neun Jahren wagte der TuS Westfalia Wethmar einen sportlichen Neuanfang: Nach der einvernehmlichen und freundschaftlichen Trennung von Senioren-Coach Andreas Schneider verpflichteten die Verantwortlichen mit Alexander Lüggert sowohl einen neuen Trainer als auch mit Rolf Nehling einen neuen Sportlichen Leiter, die als sportliche Architekten das "Projekt Bezirksliga" in Angriff nehmen sollten. Das Unternehmen wurde schon ein Jahr später mit dem überkreislichen Aufstieg gekrönt, seit acht Jahren spielt der TuS nun schon in der Bezirksliga. Die Lokalsport-Redaktion der damals noch aktiven WR/WAZ führte mit beiden Strategen im Vorfeld ein Interview, um Ziele, Pläne und persönliche Gründe und Verbindungen zu ihrem grün-weißen Stammverein zu beleuchten. Ein interessanter Rückblick!

Freitag, 25. März 2011

Nach sechs Jahren verlässt Rolf Nehling (Foto) am Ende der Fußball-Saison den SV Preußen, für den er Jugendtrainer, Sportlicher Leiter bei Jugend und Senioren und am Ende noch Trainer der 1. Mannschaft war. Nehling wird Sportlicher Leiter beim TuS Westfalia Wethmar.

Herr Nehling, Sie wechseln von Kreisligist zu Kreisligist. Was ist das Besondere an Westfalia Wethmar?

Erst einmal ist das meine Heimat, nicht nur die sportliche. Ich wohne immer noch in Wethmar, demnächst kann ich mit dem Rad oder zu Fuß zum Platz.

Das ist aber hoffentlich nicht der einzige Grund?

Bei Weitem nicht. Die Westfalia hat gleich mehrere Perspektiven: Der Kunstrasenplatz liegt seit Herbst, aber das schöne Spielfeld ist es nicht allein. Wethmar hat beste Voraussetzungen in der Jugendarbeit und mit Alexander Lüggert demnächst einen Spielertrainer der ersten Mannschaft, mit dem ich schon früher in Fußballschulen gearbeitet habe. Kurzum: Wethmar hat ein Konzept.

Wohin soll die sportliche Reise gehen?

Mittelfristig sollte die erste Mannschaft die Bezirksliga erreichen und möglichst viele Jugendmannschaften sollten ebenfalls oberhalb der Kreisebene spielen.

Treten Sie jetzt eigentlich kürzer?

Nein, dafür bin ich nicht der Typ. Ich habe bei Preußen kein Spiel der Ersten und der A-Jugend verpasst. Auch beim Training bin ich fast immer. So wird das auch in Wethmar sein. Entweder mache ich das richtig oder gar nicht. Das war auch schon in Preußen so. Da gehe ich übrigens nicht im Groll, sondern als Freund.

Freitag, 22. April 2011

Westfalia Wethmar ist in diesen Wochen in der Lüner Fußballszene mächtig im Gespräch. Schon zehn Neuzugänge hat der zuletzt höchst unscheinbare Kreisligist an Land gezogen, dazu mit Alexander Lüggert (Foto) einen hochkarätigen Spielertrainer. Mit ihm traf sich unsere Zeitung zum Gespräch.

Herr Lüggert, was ist denn nun dran an den vielen Mutmaßungen um den Dorfverein, der noch nie Geld für Spieler bezahlt hat, nun aber mächtig in die Tasche greift?

Nichts ist dran. Außer einer gelegentlichen Tankfüllung wird es keine Aufwendungen geben, die über das hier Gewohnte hinaus gehen.

Was reizt Sie denn an der Aufgabe?

Hier ist ein Verein mit dem Willen, konzeptionell etwas zu verändern. Wenn es mir ums Geld gegangen wäre, hätte ich als Spieler wieder zurück zur SG Wattenscheid gehen können. Ich möchte hier in meinem Heimatort mithelfen, punktuell und Stück für Stück etwas zu erreichen und den Verein nach vorn zu bringen. Dazu gehört auch, dass sich einige Spieler weiter entwickeln auch auf die Gefahr hin, dass sie dann zu einem höherklassigen Verein gehen.

Was waren denn die Kriterien für die Auswahl der bisher immerhin zehn neuen Spieler?

Die Jungs, die ich geholt habe, sollen als Typen funktionieren. Es kann auch sein, dass sieben von zehn sich gar nicht eignen, aber das wird man sehen.

Wie viele Spieler aus dem aktuellen Kader bleiben denn?

Das sind etwa zehn Mann. Am Ende der Vorbereitung soll sich ein Kader mit 16, vielleicht 18 Spielern, heraus gebildet haben. Mit denen wollen wir möglichst viel erreichen. Der Aufstieg ist nicht Pflicht, aber ich trete auch nicht mit dem Ziel an, Achter zu werden.

Auch im Umfeld tut sich ja etwas. Mit Rolf Nehling konnte die Westfalia einen allseits anerkannten Fachmann als sportlichen Leiter gewinnen. Wer hat den Hut auf?

Beide oder keiner, wie sie wollen. Es geht darum, dass wir uns in unseren Kompetenzen ergänzen und dann die richtigen Entscheidungen treffen. Rolf hat auch die wichtige Aufgabe, die A-Jugend im Auge zu behalten, die damit ganz eng mit der ersten Mannschaft verbunden wird.

Wen bringen Sie noch mit?

Mit Hüseyin Bulut habe ich auch einen spielenden Co-Trainer, einen harten Innenverteidiger, der in Hessen in der Oberliga gespielt hat und der mit 30 Jahren unserer ältester Spieler ist. Für die konditionellen Grundlagen haben wir Rouven Schirp verpflichten können. Der wird in unserem Trainingslager Ende Juli in Winterberg eine wichtige Rolle spielen. Rouven war in Schalke Konditionstrainer bis Magath kam und nicht nur ihn rauswarf.

Sie haben jetzt für zwei Jahre zugesagt. Was steht am Ende dieser zwei Jahre?

Möglichst ein Aufstieg in die Bezirksliga. Aber es geht um mehr. Wethmar ist der Lüner Verein mit den meisten Jugendmannschaften. Dahinter steht ein intaktes Umfeld und ein ganzer Ortsteil, was sich ja auch in den Zuschauerzahlen ausdrückt. Dieses Umfeld hat eine Menge Ideen. Ich bin gespannt, was wir mit dieser Energie im Rücken in zwei Jahren oder mehr alles erreichen werden.

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