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Bus kaputt, aber Wethmars Motor läuft

B-Junioren feiern erfolgreichen Relegations-Start beim 3:0 in Menden

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Der Bus der Mannschaft erlitt auf der Hinfahrt einen Defekt und musste ausgetauscht werden, dafür lief der Motor der B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar im ersten Spiel der Aufstiegsrunde beim BSV Menden so richtig heiß. Mit 3:0 schlugen die Grün-Weißen den Gastgeber und setzten sich somit erst einmal an die Tabellenspitze.

„Allen widrigen Umständen zum Trotz haben meine Jungs eine konzentrierte Top-Leistung abgerufen und das Spiel verdient für uns entschieden. Darauf kann man stolz sein“, lobte TuS-Coach Daniel Nowak seine Mannschaft.

Mit fast einstündiger Verspätung erreichten die B-Junioren dann um 10.25 Uhr die Anlage des Gastgebers. Der Anstoß wurde aufgrund der Panne um eine Viertelstunde verschoben, sodass die Partie erst um 11.15 Uhr begann. Nach Umziehen, Ansprache und Aufwärmen im Schnelldurchgang war die Westfalia von Beginn an im Spiel. „Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.“ Nach diesem Zitat von Augustinus von Hippo nahmen es sich die Jungs vom Cappenberger See vor, dass die vielen mitgereisten Fans für die Mannschaft brennen sollten und die Fans dieses Feuer im Gegenzug noch stärker bei der Mannschaft brennen ließen.

Und genau das sollte auch geschehen: So sorgten die mitgereisten Anhänger das ganze Spiel über für hervorragende Stimmung, feuerten die Jungs an und fieberten bei jeder Aktion mit, während die Mannschaft mit Leidenschaft, Einsatz und spielerischer Klasse überzeugte. „Danke an alle mitgereisten Zuschauer für die grandiose Unterstützung. Besonders an unsere A-, B2- und C1-Junioren. Ihr ward überragend!“, richtete Nowak ein großes Lob an die mitgereisten Anhänger.

Dieses Feuer sollte sich gleich zu Beginn auszahlen, denn gleich mit dem ersten guten Angriff des Spiels konnte der TuS-Nachwuchs die Führung erzielen. Leon Beile bekam nach einer Verlagerung auf die rechten Seite den Ball und kreuzte diagonal nach innen. Dann spielte er einen überragenden Pass auf Mattis Kühlkamp, der von halblinker Position in die Box zog und eiskalt zur Führung vollendete (5.).

Auch danach war Wethmar weiterhin gut im Spiel. Man war im Aufbau immer auf eine spielerische Lösung bedacht und bot immer wieder gute Kombinationen. Aber auch die kämpferische Seite kam in diesem Spiel nicht zu kurz, so gab es einige rassige Zweikämpfe, die man zumeist für sich entschied. Durch die gezeigten Kombinationen erspielte sie sich einige hervorragende Tormöglichkeiten. So fuhren sie einen guten Angriff über die rechte Seite. Von dort wurde Kapitän Niklas Bohle bedient, dessen Schuss abgeblockt wurde. Den Abpraller setzte Kilian Grohs aus knapp 20 Metern über das Tor. Eine weitere Möglichkeit ergab sich nach einer Balleroberung von Frederic Fischer, von dem der Ball über Kühlkamp zu Niklas Tittelbach gelangte. Dieser prüfte mit einem 18-Meter-Knaller den gegnerischen Torwart, der den Ball aber zur Seite abwehren konnte. Der anschließende Befreiungsschlag landete bei Beile, der eine Flanke in die Box brachte, die aber von Kühlkamp neben das Tor gesetzt wurde. Nach einem wiederum guten Spielzug zog Fischer von der linken Seite in die Box, setzte den Ball aus spitzem Winkel aber knapp am langen Eck vorbei.

Dies war eine kleine Auswahl der TuS-Möglichkeiten. Aber auch der BSV war nicht ohne Gelegenheiten. So musste TuS-Schlussmann Paul Sikora nach einem Fehlpass im Aufbau einmal Kopf und Kragen riskieren, während er später erst einen Freistoß-Aufsetzer abwehren und dann den anschließenden Kopfball eines BSV-Spielers ebenfalls parieren konnte. Und so sollten die Grün-Weißen ihr Chancenplus dann doch noch in einen weiteren Treffer in der ersten Halbzeit ummünzen. Nach einem weiteren tollen Spielzug über Sebastian Czarnietzki, Jonas Rudwill und Bohle kam der Ball zu Grohs, der von halblinks in die Box zog und dann von einem Verteidiger der Gastgeber gelegt wurde, sodass dem hervorragend leitenden Schiedsrichter keine Möglichkeit blieb, als auf den Punkt zu zeigen und somit auf Strafstoß zu entscheiden. Den anschließenden Elfmeter setzte Czarnietzki trocken und humorlos in die gegnerischen Maschen (28.).

Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause. „Unser Plan ist in der ersten Halbzeit vollends aufgegangen. Wir wollten immer wieder gewisse Bälle spielen. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt“, freute sich Nowak. Quasi mit Beginn der zweiten Halbzeit hätte der TuS-Nachwuchs fast schon für die Vorentscheidung gesorgt. Tittelbach steckte den Ball für Rudwill durch, der den Ball scharf in die Box brachte. Der eingerückte Kühlkamp scheiterte aber aus kurzer Distanz am stark reagierenden BSV-Keeper. Auch eine weitere gute Möglichkeit konnte der Schlussmann vereiteln. Nachdem der eingewechselte Jason Jäger auf der linken Seite durchbrach und in die Box zog, legte er den Ball etwas zu sehr in den Rücken von Tittelbach. Er konnte den Ball allerdings noch kontrollieren, seinen Abschluss wehrte der Torwart der Gastgeber aber ab.

Auch der BSV wurde gefährlich, als er einen Ballgewinn erzielen und einen Konter fahren konnte. Den Abschluss aus halbrechter Position konnte Sikora allerdings zur Ecke abwehren. Ansonsten fiel den Gastgebern nicht viel ein, agierten weiterhin viel mit langen Bällen und brachten auch Freistöße aus sämtlichen Lagen immer hoch in den grün-weißen Strafraum. Sie wollten unbedingt den Anschlusstreffer erzielen, erspielten sich aber kaum hochkarätige Möglichkeiten. Die beste Möglichkeit setzte ein BSV-Angreifer nach einer Hereingabe aus 11 Metern über das TuS-Gehäuse.

Um das Zentrum wieder mehr zu stabilisieren und dem Druck des BSV entgegen zu wirken, stellte Nowak mit der Einwechslung von Pascal Schmidt Mitte der zweiten Halbzeit auf eine Fünferkette um. Diese Maßnahme verfehlte ihre Wirkung nicht. Für die Entscheidung sollte dann Jäger sorgen. Nachdem er bei seinem ersten Hochkaräter, nach Steckball von Fischer, nicht genügend Druck auf die Kugel bekam, sollte er es nur kurze Zeit später besser machen. Bei diesem Tor stellte Wethmar noch einmal vollen Kampfgeist unter Beweis. Nach einem Ballgewinn spielte Menden schnell nach vorne, den Abschluss konnte Schmidt allerdings blocken. Nun war es die Westfalia, die schnell umschaltete. Den Abpraller beförderte Fischer zu Tittelbach, der mit einem kurzen Antritt den BSV-Außenverteidiger stehen ließ und dann Lukas Knoke in Szene setzte. Dieser dribbelte auf den Innenverteidiger zu und spielte im richtigen Moment einen überragenden Ball in die Box auf den durchlaufenden Jäger, der den Ball mit dem ersten Kontakt am Torwart vorbei ins BSV-Gehäuse beförderte (72.).

Auch nach seinem Treffer stand Jäger noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens. Bohle spielte tollen Diagonalball hinter die Kette auf den startenden Jäger, der in die Box zog und in dieser vom BSV-Verteidiger am Trikot gezupft wurde und zu Boden ging. Der Schiedsrichter ließ diese Situation aber durchgehen. So sollte dann auch nicht mehr viel passieren, sodass das 3:0 auch den Endstand darstellte.

Nach dem Schlusspfiff feierten die B-Junioren dann mit dem mitgereisten Anhang, stimmten unter anderem eine „Humba“ und ein „Hier regiert der TWW“ an und auch der Trainer wurde vom jugendlichen Anhang gefordert. Diesem kam er dann doch zögernd nach. „Ich will mich da nicht in den Mittelpunkt stellen, das gebührt immer meinen Jungs. Sie liefern schließlich Woche für Woche auf dem Platz ab. Aber ich wollte die mitgereisten jungen Anhänger auch nicht enttäuschen, dafür haben sie uns einfach zu gut unterstützt“, erklärte Nowak.

Nach einer kurzen Ansprache im Kreis kamen die Jungs aus den anderen Jugendmannschaften dann noch auf den Platz und stimmten noch einmal lautstark zusammen an. „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, der uns alles abverlangt hat. Diese ersten drei Punkte, die wir auch noch auswärts geholt haben, sind unglaublich wichtig. Wir wissen aber, dass es noch ein weiter Weg ist. Am Mittwoch geht es nun gegen Obersprockhövel, die nach der heutigen Heimniederlage schon unter Zugzwang stehen. Da werden wir erneut richtig gefordert werden. Aber wir wollen Mittwoch erneut etwas Zählbares, am liebsten natürlich drei Punkte, holen und uns damit eine hervorragende Ausgangslage verschaffen“, sagte Nowak abschließend.

TWW: Sikora – S. Beling, T. Beling, Grohs (58. Knoke), Beile (66. Schmidt), Fischer, Tittelbach (73. Lehn), Kühlkamp (51. Jäger), Bohle, Czarnietzki, Rudwill Tore: 0:1 (5.) Kühlkamp, 0:2 (28./Foulelfmeter) Czarnietzki, 0:3 (72.) Jäger

Tore: 0:1 (4.) Kühlkamp, 0:2 (26./Foulelfmeter) Czarnietzki, 0:3 (72.) Jäger. 

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