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Big Point im Titelrennen

B-Junioren gewinnen bei Tabellenführer SuS Kaiserau mit 1:0

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Das waren Big-Points für die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar im Aufstiegskampf in der Kreisliga A: Gegen den Tabellenführer SuS Kaiserau gelang den Jungs vom Cappenberger See ein 1:0-Auswärtserfolg. Das Tor des Tages für die Westfalia erzielte Sebastian Czarnietzki. Somit konnte der Abstand auf Kaiserau auf zwei Punkte – bei einem gespielten Spiel weniger – verkürzt werden. Zudem rangiert man ebenfalls zwei Zähler hinter dem VfL Mark, auf den die Grün-Weißen am 2. Dezember noch treffen werden.

„Das war ein hochverdienter Sieg für uns. Ich bin mächtig stolz auf die Jungs, sie haben das hervorragend gemacht“, jubelte ein erkrankter Coach Daniel Nowak, der es sich aber nicht nehmen ließ, das Spiel trotzdem zu verfolgen: „Das ist eines der Spiele, die am meisten Spaß machen: Spitzenspiel, die kleinsten Kleinigkeiten können entscheidend sein. So ein Spiel will man unter keinen Umständen verpassen. Und der Sieg war am Ende die beste Medizin für mich, da ging es dann gleich besser.“

In der ersten Halbzeit entwickelte sich eine zerfahrene Partie, die den Stempel „Spitzenspiel“ nicht verdient hatte. Beide Mannschaften agierten nervös und spielten viele unnötige Fehlpässe. Kaiserau zementierte sich hinten ein und empfing den Nachwuchs der Westfalia zumeist erst ab der Mittellinie. Ganz anders hingegen die Grün-Weißen, die den Gastgeber früh unter Druck setzten und ihnen keine Möglichkeit gaben, den Ball sauber nach vorne zu spielen. So war der SuS auf die langen Schläge auf ihren Zielspieler angewiesen, die aber fast allesamt von den starken Innenverteidigern Pascal Schmidt und Sebastian Czarnietzki in Ballgewinne umgemünzt wurden.

Zudem verrichteten auch die Außenverteidiger Luca Grimm und Felix Gabel einen guten Job. Aus diesen Ballgewinnen sollten sich zwei gute Umschaltmöglichkeiten ergeben, die aber nicht sauber ausgespielt wurden. „Die Jungs waren im Spiel gegen den Ball während des gesamten Spiels brutal gut, waren sehr aggressiv und haben viele gute Ballgewinne erzielt. Das Umschaltspiel war aber, aufgrund des tiefstehenden Gegners, extrem schwierig zu gestalten“, sagte Nowak.

Trotz der Nervosität und Fehlpässe, die im Laufe der Halbzeit weniger wurden, war Wethmar das deutlich bessere Team und hatte aufgrund der Spielweise Kaiseraus deutlich mehr Spielanteile. Diese wussten die Jungs vom Cappenberger See allerdings nicht gewinnbringend umzusetzen. Die Grün-Weißen konnten zwar auch einige gefällige Spielzüge zeigen, kamen sie aber mal in die gefährliche Zone, standen sie sich mit ihren Ungenauigkeiten meist selbst im Weg. So kamen lediglich Niklas Bohle, Mattis Kühlkamp und Frederic Fischer zu Abschlussmöglichkeiten.

Der SuS verweigerte das Offensivspiel hingegen fast komplett. „Es war sehr schwierig für uns, überhaupt Tiefe ins Spiel zu bekommen. Uns hat aber auch das Tempo in der Ballzirkulation gefehlt, dadurch haben wir es zu selten geschafft, Verlagerungen ins Spiel zu bekommen und dann mal einen Durchbruch auf dem Flügel zu erzielen“, so Nowak.

In der Pause sprach der Linienchef die Dinge klar an und erinnerte sein Team noch einmal an seine Stärken. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam dann Top-Torjäger Niklas Tittelbach – nach Krankheit noch nicht wieder fit für 80 Minuten – für Leon Beile ins Spiel, um so in vorderster Front für mehr Präsenz zu sorgen. So wurde es von Wethmarer Seite in der zweiten Halbzeit dann deutlich besser, die Nervosität war nun verschwunden und auch die Fehlerrate sank erheblich. Kaiserau hingegen spielte nun noch destruktiver, bot zusätzlich einen Libero hinter der Viererkette auf. „So etwas habe ich schon jahrelang nicht mehr gesehen. Das ausgerechnet ein Tabellenführer zu einem solchen Mittel greift, sagt schon einiges aus. Gut, dass so eine Spielweise am Ende nicht belohnt wurde“, konnte sich Nowak ein Kopfschütteln nicht verkneifen.

Für die Westfalia wurde es durch diese taktische Ausrichtung der Gastgeber natürlich nicht einfacher, sich gute Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten. Dies gelang, bedingt durch ein höheres Tempo in der Ballzirkulation und höherer Passgenauigkeit, trotzdem besser als noch in Halbzeit eins und so konnten Benedikt Lehn, Tittelbach und Kühlkamp Abschlüsse verbuchen. Einer dieser Versuche wurde von der SuS-Verteidigung dann zur Ecke abgewehrt. Und es kam dann, wie es in einem Spiel wohl kommen musste: Fischer nahm sich der Ecke von der rechten Seite an und schlug den Ball perfekt in den Fünfer. Czarnietzki startete, ohne Bedrängung eines Gegenspielers, in die Zone und konnte dann problemlos ohne zu springen einköpfen – die hochverdiente 1:0-Führung für Wethmar (52.)!

„Vor dem Spiel wurde es angesprochen, dass der SuS-Schlussmann Probleme in der Strafraumbeherrschung hat. Dass die Jungs das dann so perfekt umsetzen ist natürlich umso schöner“, freute sich Nowak und fügte mit Blick auf Vorlagengeber Fischer hinzu: „Frederic hatte in letzter Zeit nicht so das Spielglück, er arbeitet aber unglaublich viel für die Mannschaft und ist auch als Persönlichkeit wichtig für uns. Vor dem Spiel habe ich ihm noch gesagt, dass er das was war ausblenden soll und er heute entweder das entscheidende Tor erzielt oder die Vorlage dazu beisteuert. Daher freut es mich für Frederic ganz besonders.“

Im Anschluss an den Führungstreffer kam dann Lukas Knoke für Jason Jäger ins Spiel, aufgrund des Treffers noch kurzfristig mit einigen neuen Anweisungen bedacht. Kaiserau wurde nun ein Stück weit offensiver, aber ohne die Grün-Weißen dabei jedoch in große Bedrängnis zu bringen. So konnte der Gastgeber lediglich Abschlüsse von außerhalb der Box verbuchen, die für TWW-Schlussmann Paul Sikora kein Problem darstellten. Dieser sorgte dann auch für den nächsten kleinen Aufreger der Partie, als er nach einem Rückpass auf Höhe der Strafraumlinie zwei Gegenspieler aussteigen ließ, beim dritten einige Schwierigkeiten bekam und den Ball dann mit Unterstützung seiner Mannschaftskameraden aus der gefährlichen Zone brachte.

Ansonsten hielt sich Sikora fehlerlos, überzeugte in der Spielauslösung und legte ein gutes Stellungsspiel an den Tag. „Mit der Aktion hat Paul mich ein paar Jahre älter gemacht. Das kann natürlich auch ins Auge gehen. Aber genau dieses Selbstbewusstsein und fußballerische Qualität sind sehr wichtig für uns“, lobte Nowak seinen Schlussmann.

Kurz darauf kam dann Kilian Grohs für den entkräfteten Lehn in die Mannschaft und fügte sich ohne Probleme ein. Für Wethmar ergaben sich nun natürlich etwas mehr Räume, die auch konsequent bespielt wurden. So wurde Tittelbach in die Tiefe geschickt und setzte sich im Duell mit seinem Gegenspieler durch, scheiterte dann aber im direkten Duell mit dem SuS-Schlussmann. Die nächste gute Möglichkeit wurde dem TuS dann unglücklich vom ansonsten sehr guten Schiedsrichter genommen. Kühlkamp setzte sich auf der rechten Seite durch, wurde kurz vor der Box gehalten, setzte sich trotzdem durch und wollte gerade auf den mitgelaufenen Tittelbach legen, als der Schiedsrichter die Situation unterband und auf Freistoß für Grün-Weiß entschied. Eine weitere Top-Möglichkeit ergab sich dann erneut über Kühlkamp, der sich erneut auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball mit Tempo auf den kurzen Pfosten brachte. Der mitgelaufene Grohs kam allerdings einen Schritt zu spät und auch Knoke verpasste am langen Pfosten.

Die Westfalia spielte es am Ende souverän runter, der in der Schlussphase, für den kurz zuvor verwarnten Fischer, eingewechselte Tom Beling half als weiterer Innenverteidiger dabei mit, die mit vielen langen Schlägen agierenden Gastgeber vom eigenen Gehäuse fernzuhalten und den Sieg somit perfekt zu machen. „Insgesamt war es eine sehr gute zweite Halbzeit von uns. Es war wichtig, dass wir uns im Vergleich zur ersten Halbzeit erheblich gesteigert haben. Am Ende haben wir es dann äußerst souverän runtergespielt, hätten mit einer unserer Chancen allerdings schon eher den Sack zumachen müssen. Jeder, ob er gespielt hat oder nicht, hat seinen Anteil an diesem Erfolg“, sagte Nowak und fügte abschließend hinzu: „Danke, auch im Namen der Mannschaft, für die zahlreichen Glückwünsche. Genau dieses Miteinander zeichnet unseren Verein einfach aus!“

TWW: Sikora – Schmidt, Grimm, Beile (40. Tittelbach), Fischer (76. T. Beling), Jäger (53. Knoke), Lehn (69. Grohs), Kühlkamp, Bohle, Czarnietzki, Gabel.

Tor: 0:1 (52.) Czarnietzki.

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