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Bezirksliga-Traum wird wahr

B-Junioren machen durch 2:0 gegen Rentfort den Aufstieg perfekt

Veröffentlicht von TuS Westfalia Wethmar e.V.
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Kolossaler Jubel: Die B1-Junioren des TuS Westfalia Wethmar steigen in die Bezirksliga auf.

Was ein überragender Abschluss einer tollen Saison: Die B-Junioren des TuS Westfalia Wethmar haben mit einem 2:0-Erfolg gegen den BV Rentfort den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt gemacht.

„Ich bin so stolz auf die Jungs, stolzer kann ich gar nicht sein. Wir haben eine überragende Saison mit dem Aufstieg gekrönt. Über eine Saison hinweg zu sein, das schafft man nicht jedes Jahr“, sagte ein emotionaler und überglücklicher TuS-Coach Daniel Nowak und fügte noch einige Danksagungen hinzu: „Ein großes „Danke“ geht an meine Jungs und mein Trainerteam um Thorsten, Udo und Niklas für diese tolle Saison, sowie an die C1-Spieler Marvin, Oskar, Ben und Julien, die uns während der Aufstiegsrunde unterstützt haben. Wir haben das zusammen erreicht. Ein weiteres „Danke“ geht an die Verantwortlichen des TuS und an unsere zahlreichen Unterstützer.“

Das entscheidende 2:0 in der vierten Minute der Nachspielzeit war ein Gänsehaut-Moment der besonderen Sorte, wie man ihn sich nur wünschen kann: Pascal Schmidt, der den Verein nach vier Jahren verlassen wird und zum SuS Oberaden zurückkehrt, löste sich nach einer Flanke von Kapitän Niklas Bohle perfekt von seinem Gegenspieler und drückte den Ball mit einer traumhaften Direktabnahme in die Maschen. Dann brachen bei den Jungs vom Cappenberger See alle Dämme und alle stürmten auf den Torschützen zu, um ihn zu feiern. In der Jubeltraube kamen bei Schmidt dann auch schon ein paar Tränen zum Vorschein.

Auch Nowak kamen am Seitenrand die Tränen: „Das war ein unglaublich emotionaler Moment, in dem auch bei mir ein paar Tränen geflossen sind. Ich habe mich riesig für Passi gefreut. Er ist ein Typ, der jeder Mannschaft guttut. Danke für alles, mein Junge. Mach es gut.“ Nach dem Spiel nahm Nowak Schmidt dann in den Arm und flüsterte ihm noch ein paar persönliche Worte ins Ohr. „Was ich ihm gesagt habe, bleibt aber unter uns“, so Nowak.

Nach dem Schlusspfiff nur kurze Zeit später, brachen dann erneut alle Dämme auf Seiten der Westfalia und die Feierlichkeiten sollten beginnen. So nahm man Glückwünsche von allen Seiten entgegen und ließ sich von den Zuschauern feiern. Auch Nowak ließ die obligatorische Wasserdusche über sich ergehen. Pascal Schmidt stimmte noch einmal eine letzte „Humba“ auf dem Feld an, ehe es zum Aufstiegsfoto ging. Trotz aller Freude, sollte sich der TuS-Nachwuchs dann auch weiterhin sportlich fair verhalten, denn so tröstete man auch niedergeschlagene Rentforter. Alsbald ging es in Richtung Kabine, wo dann auch die ersten Kaltgetränke verzehrt werden sollten und weiterhin gefeiert und gesungen wurde. Nowak wurde dann auch noch mit einigen Kaltgetränken geduscht und sollte nach einem etwas missglückten Versuch, ihn mit Wasser zu bespritzen, auch noch ein schmerzhaftes Andenken an den ersten Teil der Feierlichkeiten behalten.

In der Kabine richteten neben den sich verabschiedenden Felix Gabel, Jonas Rudwill und Schmidt auch noch Nowak ein paar abschließende persönliche Worte an seine Jungs. Zudem wurden die sich verabschiedenden Jungs noch einmal gefeiert. „Das war ganz schön klebrig und ein interessanter Geruch. Den Cut nehme ich gerne in Kauf, das ist doch eine tolle Erinnerung“, lachte Nowak und dachte an das Geschehen in der Kabine zurück: „Das waren noch einmal ganz schön emotionale Momente, auch da habe ich noch einmal Tränen verdrückt. Aber da war ich nicht der Einzige.“

Nach dem Ende der Feierlichkeiten auf der Anlage am Cappenberger See zog die Mannschaft noch weiter und feierte bis in die Abendstunden hinein den Aufstieg. Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde ging es für beide Mannschaften um „Alles oder nichts“. Wethmar benötigte mindestens einen Punkt, um den Aufstieg perfekt zu machen, während die Rentorter einen Sieg benötigten. Im Vergleich zum Castrop-Spiel rotierten die Grün-Weißen auf zwei Positionen: Mattis Kühlkamp und Steffen Beling rutschten für Jason Jäger und Jonas Rudwill in die Mannschaft. Die Schnelligkeit von Jäger wollte Nowak in der zweiten Halbzeit für seinen Matchplan nutzen.

Der TuS-Nachwuchs war gut auf den Gegner eingestellt und wusste, dass dieser früh pressen würde. Trotzdem gab Nowak den Matchplan aus, Ruhe im Aufbauspiel zu zeigen und den Gegner sich durch ewiges Anlaufen verausgaben zu lassen, um dann mit fortschreitender Spieldauer zuschlagen zu können. Zudem sollten die Freiräume auf den Außenbahnen genutzt werden. „Wir hatten während der ganzen Saison schon ein gutes Aufbauspiel, aber natürlich war das heute ein gewisses Risiko. Wenn wir den Ball in einer dieser Pressingsituationen verloren hätten, hätte Rentfort eine gute Abschlussmöglichkeit gehabt. Aber ich hatte vollstes Vertrauen in die Jungs, dass sie das können.“

Bei hochsommerlichen Temperaturen zeigten beide Mannschaften vor einer tollen Zuschauerkulisse eine intensiv geführte erste Halbzeit, in der eine gewisse Nervosität auf beiden Seiten zu fühlen war. Der TuS-Nachwuchs orientierte sich am ausgegebenen Matchplan und ließ den Ball zumeist gut durch die eigenen Reihen laufen. Immer wieder wurden zudem Diagonalbälle auf die freie Außenbahn gesucht. Übermäßig viele Offensivaktionen bekamen die Zuschauer während der ersten Halbzeit nicht zu sehen. Trotzdem hatten beide Mannschaften Tormöglichkeiten, das Übergewicht davon war aber bei der Westfalia. Rentforts beste Tormöglichkeit gab es nach einem Eckball, als ein Kopfball nur knapp über das Tor ging.

Wethmar hingegen hatte gleich vier gute Möglichkeiten. Die erste davon hatte Niklas Tittelbach, der in den Strafraum zog und den Torhüter mit einem strammen Schuss zu einer Parade zwang. Danach hatte Leon Beile das 1:0 auf dem Fuß, als er im Strafraum freistehend angespielt wurde, den Ball bei seinem Abschluss allerdings nicht richtig traf, sodass der Torhüter kein Problem hatte, den Ball zu parieren. Die dritte Chance ging auf das Konto von S. Beling zurück, der nach einem Solo zum Abschluss kam. Sein Schuss ging allerdings knapp am langen Pfosten vorbei. Die vierte und letzte Möglichkeit hatte Kühlkamp, der mit einem tollen Zuspiel von Bohle bedient wurde. Beim ersten Kontakt sprang ihm der Ball allerdings etwas zu weit vom Fuß, sodass der BVR-Keeper, nachdem er Kopf und Kragen riskiert hatte, einen Schritt eher als Kühlkamp am Ball war. Somit ging es also nach einer ausgeglichenen Halbzeit mit einem 0:0 in die Pause.

In der Halbzeit wurden die Jungs vom Cappenberger See darauf vorbereitet, dass der Gast zu Beginn der zweiten Halbzeit druckvoll aus der Kabine kommen würde, um den für sie nötigen Treffer zu erzielen. Nowak forderte von seinen Jungs, die Konzentration weiter oben zu halten und nach Balleroberungen ins Umschaltspiel zu kommen. Die Prognose bewahrheitete sich und Rentfort legte zu Beginn der zweiten Halbzeit stark los. Aber auch davon ließ sich Wethmar nicht beeindrucken. So verteidigte Wethmar geschickt, ließ Renfort sich weiter verausgaben und zu keinen guten Möglichkeiten kommen.

Knapp fünf Minuten nach Wiederbeginn brachte Nowak dann Jäger für den ausgepowerten Kühlkamp und läutete Teil zwei des Matchplans ein. Das sollte sich auch fast auszahlen, aber Jäger wurde nach einem Zuspiel von Benedikt Lehn gut verteidigt. Später sorgte zudem der für Lehn ins Spiel gekommene Kilian Grohs für kreative Momente. Das 1:0 für die Grün-Weißen sollte dann aus einer Umschaltsituation heraus fallen. Bohle eroberte den Ball im Mittelfeldzentrum und schickte den auf rechts ausgewichenen Tittelbach auf die Reise. Dieser bewies dann eine hervorragende Übersicht und bediente den mitgelaufenen Jäger mustergültig. Jäger hielt den Fuß hin und vollstreckte ins lange Eck (64.).

Damit war den Gästen aus Gladbeck der Zahn gezogen, die nun zwei Treffer zum Aufstieg benötigten. In der an den Führungstreffer angrenzenden Trinkpause kam dann Schmidt für Beile ins Spiel. Mit diesem Wechsel stellte Nowak auf Fünferkette um. Kurz darauf kam dann noch Jonas Rudwill für den verausgabten Tittelbach ins Spiel. Die Westfalia spielte das Ganze nun routiniert runter und ließ die Gäste zu keinen Möglichkeiten mehr kommen.

In der Nachspielzeit kam der TuS-Nachwuchs noch zu einer Ecke. Nach Nowaks Geschmack, der die Ecke nur von zwei Spielern ausführen lassen wollte, rückten eindeutig zu viele Spieler mit auf. Nowak beorderte diese wieder in die Defensive, allerdings witterten die aufgerückten Jungs die Chance auf einen Treffer. So wurde die Ecke kurz ausgespielt, Jäger zog in die Box und spielte den sich absetzenden Sebastian Czarnietzki an. Czarnietzki wurde allerdings verteidigt, der Abpraller kam zu Frederic Fischer, der dann Bohle bediente. Der Rest ist Geschichte: Bohle flankte auf Schmidt, der den Ball dann per Direktabnahme zum 2:0 über die Linie drückte (80.+4).

„Das war ein unglaublicher Tag und ich möchte über das Spiel nicht viel sagen. Am Ende haben wir verdient gewonnen und den Aufstieg vor vielen Zuschauern perfekt gemacht“, sagte Nowak und fügte abschließend hinzu: „Es war eine unheimlich tolle Truppe und es war mir stets eine Freude, die Jungs trainieren zu dürfen. Ich wünsche Felix, Jonas und Pascal, die den Verein allesamt verlassen werden, alles erdenklich Gute für ihre Zukunft. Gleiches gilt auch den 2002ern, die ich nach fast zwei Jahren in die A-Jugend ziehen lassen muss. Macht es gut, Jungs.“Der Aufstiegskader: Paul Sikora – Steffen Beling, Tom Beling, Pascal Schmidt, Luca Grimm, Kilian Grohs, Leon Beile, Jan-Lukas Ebbeler, Frederic Fischer, Niklas Tittelbach, Jason Jäger, Julius Hövener, Tarek Bali, Jan Richter, Lukas Knoke, Benedikt Lehn, Mattis Kühlkamp, Niklas Bohle, Maxim Bittner, Sebastian Czarnietzki, Felix Gabel, Jonas Rudwill, Marvin Jankowiak, Oskar Koert, Ben Kautz, Julien Hagen

Tore: 1:0 (64.) Jäger, 2:0 (80.+4) Schmidt.

 

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